Nach 4 intensiven Wochen Ausbildung wurden die Studierenden der School of Evangelism ausgesandt. Die SOE-Einführung bestand aus zwei Wochen, in denen täglich und den ganzen Tag über das Evangelium geteilt wurde.
Ob in persönlichen Gesprächen oder bei öffentlichen Verkündigungen an strategischen Punkten der Stadt – sein Name wurde erhöht und Jesus wirkte kraftvoll in Marseille.
Mission an jeder Straßenecke
Die Studierenden, in mehrere Teams aufgeteilt, waren am Alten Hafen, auf dem Vorplatz des Bahnhofs Saint-Charles und auf den Plätzen der Stadt im Einsatz.
Am Prado wurden die Mauern zu Bühnen, von denen aus sie am Metroausgang das Evangelium mit Autorität verkündeten.
Die Bänke der Canebière wurden zu Orten göttlicher Begegnung. In jeder Straße teilten die Studierenden ihr Zeugnis, berührten Herzen und machten die Kraft des Namens Jesu sichtbar.
Während sich die Botschaft ausbreitete, kam das Reich Gottes ganz konkret in den Alltag der Menschen in Marseille hinein.

Im direkten Einsatz zu sein, macht alles viel natürlicher und fließender. Man lässt weniger Raum für Zweifel und traut sich mehr. Und wenn man sich mehr traut, sieht man auch viel klarer die Wirkung. Es war das erste Mal, dass ich mich getraut habe, für eine sehbehinderte Person zu beten, dass sie ihr Augenlicht zurückerhält. Und Jesus, treu wie immer, war da. – Jordan, Student.
Wie im Buch der Apostelgeschichte – aber im Jahr 2026.
Unter den vielen eindrücklichen Momenten hat die Begegnung mit einem jungen Mädchen mit Sehbehinderung viele tief bewegt.
Vom Alten Hafen aus machte sich die Gruppe gerade auf den Weg in die umliegenden Straßen, als Jihanne gemeinsam mit einer Freundin vorbeikam, die sie führte.
Sie litt an einem Glaukom und konnte nur noch undeutliche, dunkle und verschwommene Silhouetten erkennen. Auf ihrem rechten Auge war ein weißer Fleck, auf dem linken ein schwarzer.
Nach einem ersten Gebet war äußerlich keine Veränderung sichtbar, doch das Mädchen ermutigte die Gruppe und berichtete, sie habe so etwas wie Elektrizität in ihren Augen gespürt.
Es wurde erneut gebetet und der Durchbruch kam! Ihr Sehvermögen verbesserte sich zuerst, dann noch einmal. Nach und nach versammelte sich eine Menschenmenge um die Szene. Während einige beteten, lobten andere Jesus, und wieder andere teilten das Evangelium mit den Passanten, die stehen blieben, ohne zu verstehen, was geschah.
Und dann… bestätigte Jihanne mit überraschter und bewegter Stimme: „Ich sehe mit dem linken Auge viel besser!“ Freudenschreie brachen aus, und tatsächlich war der Fleck auf ihrem linken Auge vollständig verschwunden.
Als man sie fragte, wer sie geheilt habe, antwortete dieses junge Mädchen muslimischen Glaubens vor der Menge: „Es ist Jesus, der mich geheilt hat!“
Einige Zahlen aus diesen zwei Wochen.
Eines ist sicher: Jesus ist lebendig und wirkt auch heute noch! Seine Treue und der Eifer der Studierenden haben viele schöne Dinge möglich gemacht. Insgesamt haben während dieser zwei Wochen der Einführungsphase:
- 4159 Personen die Botschaft des Evangeliums gehört.
- Unter ihnen haben sich 117 Personen entschieden, Jesus nachzufolgen.
- 28 Heilungen wurden festgestellt.
- 7 Befreiungen fanden statt.
- 35 Personen haben die Taufe im Heiligen Geist empfangen.

Die SOE hat eindeutig einen Wendepunkt in meinem Leben markiert! Durch die verschiedenen Lehrzeiten und die gemeinsam verbrachten Momente konnte ich im Glauben wachsen. Die Einsätze im Feld haben mir Sicherheit gegeben, und ich konnte sehen, dass Gott mit Treue und Güte handelt, wenn man Ihm vertraut – Ruben, Student.
Eine Investition in ewige Frucht
Kurz gesagt hat diese SOE diejenigen ausgerüstet, die bereit sind, ausgesandt zu werden.
Der Preis, den jeder Studierende bezahlt hat, zeigt nun seine Frucht in der neu gewonnenen Fähigkeit.
Sie können nun ein lokales Team leiten.
Außerdem organisieren sie Kampagnen oder bauen Evangelisationsprojekte auf.
Und Gott hat bestätigt, wie sehr Er Marseille liebt – und darüber hinaus auch Seine Liebe zu jedem Einzelnen von uns.
Es ist ein echtes Geschenk, Gottes handelnde Hand im Alltag der Suchenden und Bedürftigen zu sehen. Wir danken für diese gelegten Grundlagen und für diese veränderten Leben. Diese Studierenden gehen nicht nur mit Wissen zurück, sondern mit einem brennenden Feuer.
Und all die Menschen, die sie getroffen haben, werden nun lokal weiter begleitet. Einige wurden inzwischen sogar getauft.
Wir freuen uns daher über die Früchte, die Gott wachsen lässt.
Außerdem freuen wir uns über das, was Er weiterhin durch den Gehorsam dieser neuen Generation von brennenden Evangelisten tun wird.
Allein zu Seiner Ehre!


